Eine Reise für Menschen, die ereignisreiche Ferien wünschen. Zwischen Malmö, Stockholm und Sunne kann man seiner Abenteuerlust frönen. Spazieren im Nationalpark Tiveden, wandern in den Buchenwäldern nördlich des Vätter-Sees oder rudern zwischen den Schären. Besuche bei Selma Lagerlöf in Mårbacka, Carl Larsson in Sundborn oder im Skulptur- und Blumenpark Rottneros. Ohrenschmaus durch Barden, Gespenstergeschichten oder Konzerte im alten Kalkbruch in Dalhalla. Dazwischen etwas Entspannung mit Yoga oder Qigong. Guter Schlaf in bequemen Betten – und dann ausgeruht zu neuen Ereignissen.
Wir beginnen in Malmö, wo wir uns den Turning Torso anschauen, mit seinen 190 Meter Schwedens höchstes Bauwerk. Der Architekt dieses spektakulären Wohnhauses heißt Santiago Calatravas und bekam die Idee dazu durch seine eigene Skulptur „Twisting Torso“. Das Hochhaus besteht aus neun Würfeln übereinander, die von unten nach oben über insgesamt 54 Stockwerke eine Drehung von 90 Grad vollziehen. In der Nähe des Turning Torso befindet sich das Kaltbadehaus Ribersborg, das seit 1898 in Betrieb ist. Hier gibt es getrennte Herren- und Damenabteilungen, um im Meerwasser des Öresund nackt zu baden. Auch eine Cafeteria ist vorhanden, in der wir zu Mittag essen können.
In der Innenstadt von Malmö gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten, vor allem vom Stortorget und Lilla Torget die Södergatan oder Södra Förstadsgatan entlang am Gustav Adolfs Torg vorbei. Die Citykarte für 100 Kronen gibt Rabatte und andere Vorzüge in 350 Läden und Restaurants.
Malmö - Halltorps Gästgiveri, Borgholm (ca 240 km 2 Stunden 30 Minuten)
Heute fahren wir zur Östküste hinüber, nach Öland, Schwedens zweitgrößter Insel. Wir fahren quer über Südschweden, wobei man verschiedene Wege wählen kann. Wir entscheiden uns, nach Halmstad hinauf zu fahren, um dann die Landstraße 25 nach Växjö und später nach Kalmar zu nehmen.
Dabei kommen wir am schwedischen »Glasreich« vorbei, wo wir selbstverständlich Anhalt machen. Das »Glasreich« ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von vier Kommunen und 15 Glashütten, unter denen Kosta, Boda und Orrefors die bekanntesten sind. Zwischen 8 und 15 Uhr sind wir in fast jeder Glashütte willkommen. Man kann für 95 SEK einen Pass kaufen, der zum kostenlosen Eintritt in die Glashütten berechtigt und Preisnachlässe bei Einkäufen dort anbietet. Dieser Pass kann in allen Glashütten gekauft werden.
Auf der 25 geht’s weiter nach Kalmar und dann über die faszinierende Öland-Brücke. Sie ist etwa 6000 Meter lang und damit die längste Brücke, die sich ganz auf schwedischem Boden befindet. Die Überfahrt ist kostenlos.
Der ganze südliche Teil Ölands ab Färjestaden ist in die Welterbe-Liste der Unesco aufgenommen. Ein großer Teil der Fläche, Stora Alvaret, besteht aus einzigartigem Felsengrund, so dass die Landschaft äußerst karg ist. Ganz im Süden können wir die Aussicht vom 42 Meter hohen Leuchtturm „Langer Jan“ genießen.
Wir fahren dann zum nördlichen Teil der Insel, um uns im Gasthaus Halltorp in Borgholm, der größten Stadt Ölands, einzuquartieren. Halltorp ist vermutlich eins der ältesten Güter der Insel und war im Laufe seiner Geschichte sowohl Königsgut als auch Altersheim.
Abends vielleicht ein kaltes Bier und dazu Tapas, nachdem wir eine Weile in der Relaxabteilung und in der Sauna waren.
Halltorps Gästgiveri, Borgholm - Aspa Herrgård, Aspabruk (340 km -4 Stunden 50 Minuten)
Die heutige Etappe führt uns vom Meer durch die Landschaften Småland und Östergötland zum Gut Aspa am Vätter-See.
Wir fahren zurück über die Öland-Brücke, nehmen die E22 nach Norden und dann die Landstraße 34 Richtung Linköping. Ehe wir dorthin kommen, halten wir jedoch in Vimmerby, die Stadt, in der Astrid Lindgren geboren und begraben ist. Das neue Astrid-Lindgren-Haus wird nun in die Nähe nach Näs versetzt, wo sie aufgewachsen ist und wo eine humorvolle Ausstellung geplant ist.
Nach einer Runde in Vimmerby fahren wir weiter nach Linköping, wo wir uns den prachtvollen Dom oder die Carl-Johan-Schleuse, die mit ihren sieben Stufen eine der größten Schleusen des Göta-Kanals ist, anschauen können.
Dann fahren wir nach Motala und weiter gen Norden, wo wir bald auf die Landstraße 50 nach Askersund stoßen. Dort nehmen wir die 49 Richtung Olshammar und folgen dann den Schildern nach Aspa.
Das Gut Aspa ist behutsam restauriert worden, und seiner Küche, die wir natürlich ausprobieren, ist mit dem Relais Gourmand prämiert. Nach unserem aktiven Tag ruhen wir jedoch zunächst im Zimmer mit Laura-Ashley-Stil, ehe wir den Abend mit einem Diner beschließen und Kaffee und einen Digestif in einem der Salons einnehmen.
Der nächste Tag wird hektisch mit vielen Aktivitäten im Freien. Hoffentlich regnet es nicht.
Nach dem Frühstück geht es zum Vätter-See, Schwedens zweitgrößtem Binnensee, um Kanus zu mieten. Das Hotelpersonal hat uns Proviant bereitet, so dass wir einige Stunden auf dem See bleiben können.
Zurück an Land fahren wir nach Tiveden, einem der schönsten Nationalparks Schwedens. Der mächtige Urwald ist sagenumwoben. Weiches Moos, klare Seen und hinreißende Aussicht empfangen uns, wenn wir den Wanderpfaden folgen, die seit Urzeiten benutzt werden. Vielleicht sehen wir sogar einen Elch?
Zwar ist es nicht weit zur Festung Karlsborg etwas weiter südlich am Vätter-Strand, aber wir nehmen trotzdem das Auto. Der Bau der Festung dauerte fast 100 Jahre, und als sie endlich fertig war, könnte sie zu den geplanten Zwecken nicht verwendet werden, weil sie bereits veraltet war. Mit seinen fünf Kilometern Umkreis ist das Bauwerk gigantisch, und im Sommer gibt es Führungen.
Zeit wird’s, nach Sunne in Värmland zu fahren.
Aspa Herrgård, Aspabruk - Yxtaholms Slott, Flen (152 km - 2 Stunden 10 Minuten)
Unsere nächste Etappe führt uns Richtung Yxtaholms Schloss. Wir fahren nördlich auf dem Weg 49 in kanpp 12 km und weiter links auf den Weg 50 für ca. 28 km, um dann etwa 5 km auf der E20 zu fahren. Danach nehmen wir den Weg 51, dem wir knapp 16 km folgen, um dann 60 km auf dem Weg 52 zu fahren. Weg 56 wird unser nächstes Ziel in 1 km, um schliesslich auf den Weg 55 zu fahren, der uns zum Yxtaholm Schloss führt( 29km). Wir finden das Schloss auf der linken Seite.
In fantastischer Lage zwischen zwei Seen befindet sich der Besitz Yxtaholm mit einer Umgebung, die sich sowohl zur Erholung als auch für Unternehmungen eignet. Wir halten uns jedoch an die Aktivitäten und fragen nach den Arabern des Prinzen, die in einem Stall in der Nähe stehen. Auf geht’s zu einem Ritt um den See Långsjön – ein behaglicher Ausflug durch abwechslungsreiche Landschaft. Wir bekommen die Möglichkeiten, uns mit dem Pferd vertraut zu machen und reiten in verschiedenen Gangarten. Auch weniger geübte Reiter können an der Tour teilnehmen, da wir uns in unserem Tempo anpassen.
Mit etwas empfindlichen Sitzflächen steigen wir ab und gehen zum Schloss zurück, wo uns Proben aus Yxtaholms einzigartiger Calvadossammlung erwarten (allerdings nicht im Sommer!).
Hier pflegt man engagiert die Apfeltradition der Landschaft Sörmland. Die bekanntesten Sorten sind vielleicht Åkerö, Säfstaholm und Sparreholm, aber die Auswahl ist reichhaltig, auch wenn andere Arten weniger prominent sind.
Wer will, kann Patenschaften für Äpfelbäume übernehmen. Fehlt vielleicht gerade unsere Lieblingssorte im Garten? Dann lassen wir den Baum anpflanzen und bekommen das Versprechen, dass er gehegt wird. Die Patenschaft kostet 1000 SEK. Wir werden auf einer Zinnplatte auf dem Wappen im Schloss geehrt, auf der Name, Sorte und Koordinaten des Baums im Garten eingraviert sind. Im Lauf der Jahre bekommen wir regelmäßig Briefe und Berichte über das Gedeihen des Apfelbaums.
Yxtaholms Slott, Flen - Sundbyholms Slott, Eskilstuna (49 km - 50 Minuten)
Heute geht’s zum Schloss Sundbyholm am Südstrand des Mälarsees. Unterwegs fahren wir auch nach Eskilstuna, um Abenteuer-Minigolf zu spielen: Wer wird Familienmeister? Wir haben auch Zeit für den Zoo, wo es ein neues Tropenhaus gibt. Im Park befinden sich außerdem ein Badeland und ein Vergnügungspark.
Das Schloss Sundbyholm war ursprünglich ein Klostergut aus dem 16. Jahrhundert. Danach haben hier etliche Pächter und Könige gewohnt, bis 1939 die Stadt Eskilstuna das Gut erwarb. Das Schloss liegt abgeschieden und verfügt über ein Panorama auf den Gasthafen Sundbyholm im Mälarsee. Dort können wir ein Badefloß mieten, auf das wir einen Picknickkorb mitnehmen, den wir zwei Tage vorher bestellen sollten.
Abendessen gibt es im Hotel, ebenso wie eine Weinprobe. Sind wir an einem Wochenende im Herbst oder Frühjahr hier, können wir auch am »Mord auf dem Menü« teilnehmen: ein mörderisches Theaterstück zum Dinner.
Sundbyholms Slott, Eskilstuna - Villa Söderås, Lidingö (120 km – 1 Stunde 30 Minuten)
Wir fahren also weiter zur schwedischen Hauptstadt Stockholm, die schon für sich eine Sehenswürdigkeit ist. Natürlich schauen wir uns die Stadt an. Unter allen Attraktionen wählen wir einen Aufenthalt im Sturebad mitten in der City. Hier haben wir unendlich viele Möglichkeiten: verschiedene Spa-Behandlungen, Trainingsanlagen oder ein türkisches Bad.
Anschließend ein ausgezeichneter Lunch in der Sturegalerie. Am einfachsten kommt man hierher, indem man das Auto in einem der Parkhäuser der Stadt abstellt und dann die U-Bahn zur Station Östermalmstorg nimmt.
Jetzt geht es zur wunderbaren Schärenlandschaft, die die Villa Söderås auf Lidingå zu bieten hat. Man fährt über die Lidingö-Brücke und dann neun Kilometer auf Norra Kungsvägen, wobei man den Schildern nach Elfvik folgt. Etwas später finden wir ein Schild, das uns nach rechts zur Villa Söderås weist.
Die Geschichte Lidingös geht zurück in die Eisenzeit und die Epoche der Wikinger; Touristen kommen bereits seit dem 19. Jahrhundert hierher.
Die Villa Söderås ist eines der großen privaten Sommeranwesen, die es hier seit dem frühen 20. Jahrhundert gibt. Heute ist sie öffentlich. Wir trinken eine Tasse Kaffee zur schwedischen Zimtschnecke auf der Veranda und genießen dabei die fantastische Aussicht auf die Boote in der Bucht.
Wenn wir Trainingskleidung dabeihaben, nutzen wir die Gelegenheit zu einer Joggingrunde in der schönen Umgebung.
Das Abendessen wird im Restaurant eingenommen, wobei wir auf die Boote in der Einfahrt nach Stockholm schauen.
Villa Söderås, Lidingö - Tällbergsgården, Tällberg (274 km - 3 Stunden 45 Minuten)
Von der Villa Söderås begeben wir uns nun durch Stockholm und folgen der Beschilderung E20. Nach Haga Nord wählen wir den Uppsalaweg (E4), um dann die E18 Richtung Oslo zu nehmen, Enköping, etwa 60 km.
Von dort die 71 und die 70 Richtung Leksand und Rättvik.
Nun kommen wir nach Tällberg, direkt am Siljan-See. Hier liegt der Tällbergsgården mit seinem zauberhaften Panorama.
1908 begann die Familie Johansson einen Pensionsbetrieb. Im Laufe der Jahre wurde ausgebaut, und seit 1994 für die Familie Åkerblad die Regie.
Das Dorf Tällberg ist ein Stück ursprünglicher schwedischer Kultur. Hier gibt es Kunsthandwerk, Ziehharmonikafestivals, Ruderwettbewerbe für Kirchenboote, Keramikwerkstätten und im Winter Scootersafari oder Schlittentouren. Wir wählen jedoch eine Führung durch Tällberg, um mehr über den Ort und seine Geschichte zu erfahren.
Anschließend fahren wir nach Rättvik, zum ehemaligen Kalkbruch Dalhalla. Bis die Produktion 1990 eingestellt wurde, ging die Arbeit so vonstatten, dass auf fast natürliche Weise ein Amphitheater geschaffen wurde. Dadurch hat man heute eine Musikarena für große Konzerte.
Nicht weit davon liegt die Trabrennbahn Dalatravet, und wenn wir Glück haben, gibt es heute ein Rennen, und wir können bei der Wette einige Kronen setzen.
Falls es Zeit zum Essen wird, können wir einen Lunch auf dem Schiff „Gustav Wasa“ einnehmen, das im Sommer von Rättvik aus auf dem Siljan-See verkehrt.
Gegend Abend fahren wir zurück zum Tällbergsgården, und nach dem Abendessen werden wir sicher gut schlafen.
Tällbergsgården, Tällberg - Länsmansgården, Sunne (220 km - 3 Stunden 20 min,)
Über Mora nehmen wir den Weg 45, der uns nach Sunne bringt. Vielleicht nehmen wir uns hier die Zeit das Beste von Mora anzuschauen, das Ziel des Vasalaufes. Malung können wir auch anschauen. Später kommen wir in Sunne an und vn hier finden wir leicht zum Länsmanshof.
Auf dem Weg von Karlstad gibt es viele Bademöglichkeiten. Bei Bomstad, westlich der Stadt, wartet ein kilometerlanger Sandstrand. Bei Skutberget gibt es Felsen, und im Winter können wir dort Schlittschuhlaufen oder eisfischen.
Von Sunne aus finden wir leicht zum Länsmansgården. Wir geben unser Gepäck ab und fahren zu Selma Lagerlöfs Hof Mårbacka südöstlich der Stadt. Selma Lagerlöf bekam 1909 als erste Frau den Literatur-Nobelpreis. Zu ihren bekanntesten Büchern gehören „Jerusalem“, „Gösta Berling“ und „Nils Holgerssons wunderbare Reise“.
Wir besuchen auch den Park Rottneros, der sich mit seiner bemerkenswerten Skulpturensammlung antiker und zeitgenössischer Meister einen Namen gemacht hat. Im Restaurant Rottneros Hallen mit seiner fantastischen Lage am Parksee können wir das Tagesgericht essen.
Der Länsmansgården ist eine altes Herrengut aus dem 16. Jahrhundert und hieß damals noch Ulfsbygård. Von hier aus haben wir Aussicht über den See Fryken, die offene Landschaft und die Berge. Im frühen 20. Jahrhundert begann man einen Pensionsbetrieb, als eine dänische Familie hier ihre Sommerfrische erleben wollte. Sie sollte unentgeltlich wohnen können, wenn sie bei der Ernte half. Bereits nach wenigen Stunden sah Arvid, der damalige Verwalter, dass sich das nicht rentieren würde. Also musste die Familie wohl oder übel drei Kronen und zehn Öre pro Person für eine Woche Übernachtung und Vollpension bezahlen …
Das Gut kommt auch in „Gösta Berling“ vor.
Falls wir noch nicht genug gebadet haben, können wir den Badeplatz direkt am Länsmansgården benutzen, wo wir auch Ruderboote leihen können.
Vor dem Abendessen gibt es auch ausgezeichnete Wandermöglichkeiten.
Die Mahlzeit wird im himmelblauen Speisesaal serviert und enthält etliche Zutaten aus der Gegend, die mit einem ausgezeichneten Gefühl für Einzelheiten zubereitet sind. Den Kaffee nehmen wir im Wintergarten und schauen dabei über das Fryken-Tal.
Nach der langen und ereignisreichen Tour durch Schweden sind wir müde und schlafen umso besser. Damit ist unsere Reise beendet.
Weitere Informationen unter der Rufnummer 0046 (0)31-13 18 70